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Adventsfeier

Die Adventsfeier des Heimatvereins am 7. Dezember im Rückblick

Der Heimatverein lud ein, und alle Mitglieder kamen. Schön wäre es gewesen. Die Tradition, zum 2. Advent die Mitglieder des Vereins sowie Gäste und Freunde einzuladen, umfasst etliche Jahre. Vermutlich können sich auch die Älteren nicht mehr erinnern, wann die Veranstaltung das erste Mal stattfand.

Diese Tradition lastet schwer auf dem Verein, denn es gelingt seit Jahren immer weniger, den Waldreitersaal zu diesem Anlass zu füllen. Auch an diesem Adventsnachmittag kamen Menschen zusammen, die sich schon lange kennen, und Freunde und Eltern der Kinder, die als ›Waldgeister‹ zum Unterhaltungsprogramm gehörten. In der Hauptsache gehört zum Programm, dass sich die Mitglieder und Gäste bei Kaffee und Kuchen unterhalten. Da immer weniger Menschen teilnehmen, wird der Waldreitersaal, ohnehin kein Raum, der heimelige Gefühle erzeugt, von Mal zu Mal leerer. Das Fehlen eines geschmückten Weihnachtsbaums trug ebenfalls dazu bei, dass hier weihnachtliche Vorfreude nicht aufkam. Dieses Mal waren die Tischgruppen an den großen Fensterseiten aufgestellt, damit die ›Waldgeister‹ im freien Mittelraum Platz zum Tanzen hatten. Auf die Nutzung der Bühne hatte der Heimatverein verzichtet, weil dafür ein Techniker für die Bühne hätte teuer bezahlt werden müssen.

Adventsfeier-20251207_161222Eine Weihnachtsgeschichte vorzulesen, gehört ebenfalls zur Tradition wie auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern zum Abschluss der Adventsfeier. Günther Klose und die tanzenden Waldgeister sind eine weitere Tradition, im Grunde der einzige Veranstaltungsteil, der im Saal Fröhlichkeit aufkommen lässt. Günther Klose hatte nicht alle Mitglieder seiner Tanztruppe mobilisieren können, sodass er selbst bei einigen Tänzen als Tänzer teilnahm.

Die Gäste belohnten die Aufführung mit großem Beifall, was die jungen Mädchen sichtlich genossen. Auch auf Günther Klose lastet die Tradition, denn er bekommt immer weniger Tänzerinnen, die sich für diesen Sport interessieren. Die Aufgabe, diszipliniert im Team zu trainieren und sich zu fordern, mögen sich immer weniger Jugendliche zumuten, meint der Tanzlehrer.

Wenn eine Tradition nicht mehr funktioniert, weil sie sich im Gefühl der Beteiligten immer mehr entleert, dann nützt keine Klage. Dann muss man sich überlegen, was an ihre Stelle treten könnte, um das Gemeinschaftsgefühl der Vereinsmitglieder zu erhalten. Nicht alle Mitglieder sind ›alt‹. Es sind in letzter Zeit auch Jüngere in den Verein eingetreten. Es wird Zeit, sie an einer Diskussion der Frage zu beteiligen, wie Veranstaltungen für die Mitglieder zeitgemäßer gestaltet werden können. Warum zum Beispiel tanzen nicht die Gäste?

Peter Tischer

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